27.08.2019

Bald geht's los! Was ist bisher geplant und wie können wir den frei­werdenen Raum nutzen?

von Ann-Julia Schaland

Foto: Ann-Julia Schaland

Bald ist es soweit: In wenigen Tagen startet das Projekt „Ottensen macht Platz“. In diesem Verkehrsversuch werden vom 1. September 2019 bis 29. Februar 2020 Straßenabschnitte der Ottenser Hauptstraße, Bahrenfelder Straße, Erzbergerstraße und Großen Rainstraße als Fußgängerzone ausgewiesen.

Es soll mehr Raum für Fußgänger, Fahrradfahrer und Aktivitäten im Stadtteil geschaffen werden. Aber wie soll der freie Raum genutzt werden? Welche Aktionen sind bisher geplant und woran erkennen Autofahrer, dass sich etwas verändert hat?

Bauliche Maßnahmen

Die geplanten baulischen Maßnahmen wurden auf der letzten Infoveranstaltung des Projektteams von „Ottensen macht Platz“ (Urbanista, Urban Attitude, Treibhaus Landschaftsarchitektur) am 15.08.2019 in der MOTTE vorgestellt.

Die Präsentation zeigte, dass sich der Straßenraum zum Startschuss des Projekts sichtbar verändern wird – auch wenn das Budget für bauliche Maßnahmen mit etwa 30.000 € sehr gering ist. In anderen Verkehrsversuchen in Berlin oder München lag das Budget deutlich darüber, sodass dort mehr Maßnahmen durchgeführt werden konnten, etwa eine durchgängige Änderung des Straßenbelags oder die Möblierung des Straßenraums.

In Ottensen liegt der Schwerpunkt der Gestaltung des Verkehrsversuchs auf den fünf Eingangstoren in das Gebiet: 1. Bahrenfelder Straße/Kleine Rainstraße, 2. Große Rainstraße/Kleine Rainstraße, 3. Erzbergerstraße/Stangestraße, 4. Bahrenfelder Straße/Klausstraße, 5. Ottenser Hauptstraße/Mottenburgerstraße. Die Baumaßnahmen haben bereits am 26.08.2019 begonnen.

An diesen Standorten werden ab dem 1. September „Infostelen“ mit Informationen über den Verkehrsversuch stehen. Außerdem sind hölzerne Sitzmodule mit Fahrradständern und Pflanzbeeten geplant. Diese Module werden parallel zum Fußgängerweg verlaufen, damit die Durchfahrt für Einsatzfahrzeuge gewährleistet ist. Zusätzlich werden in diesen Eingangsbereichen gelbe Markierungen auf den Asphalt aufgebracht (circa 10 x 3 Meter), die verdeutlichen, dass man ein Gebiet mit anderen Verkehrsregeln betritt.

Die Außengastronomie soll nicht erweitert und das sogenannte "Cornern" nicht gefördert werden.

Ideen zur Nutzung des Raums

Das Projektteam möchte bewusst nicht zu viele Eingaben machen, damit der neu gewonnene Raum nicht gleich wieder vergeben wird. Ziel ist es, dass die Anwohner*innen und Besucher*innen des Stadtteils den Raum erobern.

Das Projektteam möchte Anwohner*innen sowie Vereine und Einrichtungen des Stadtteils in die Flächenbespielung miteinbeziehen. Das "Ideen-Brainstorming" auf der Infoveranstaltung hat gezeigt, dass es schon diverse Ideen gibt. Dazu gehören Orte der Begegnung für Anwohner*innen des Stadtteils durch improvisierte Bestuhlung oder eine Tischtennisplatte, ein Weihnachtsmarkt für Anwohner*innen sowie Kunstinstallationen auf den ehemaligen Parkplätzen.

Wer weitere spannende Ideen hat, kann diese gerne dem Projektteam auf der Website von "Ottensen macht Platz" mitteilen oder zum nächsten "Ideen-Treffen" in die MOTTE kommen (28.08.2019, 19 Uhr).

Wir sind gespannt, was in den nächsten sechs Monaten auf den Straßen passiert und begleiten das Pilotprojekt in diesem Blog. Los geht es am 1. September mit dem Straßenfest, zu dem das Bezirksamt von 11-16 Uhr einlädt. Hier sollen die Straßen zum Zusammenkommen, Picknicken und Spielen genutzt werden.

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